News

Mediennutzung und Mentale Gesundheit

Schüler*innen der Mathilde-Anneke-Schule drehen eigenen Film

Junge Menschen beim Drehen eines Films

Ein besonderes Projekt für mehr Medienbewusstsein und mentale Stärke entwickelten die Mental Health Coaches Anna Rylko und Oksana Solop vom Jugendmigrationsdienst (JMD) Ennepe-Ruhr-Kreis. In Zusammenarbeit mit dem Medienprojekt Wuppertal boten sie den Schüler*innen der Mathilde-Anneke-Schule in Sprockhövel ein Gruppenangebot, in dem die Jugendlichen lernten, ihre Mediennutzung kritisch zu hinterfragen und den Zusammenhang zwischen digitalem Verhalten und mentaler Gesundheit bewusst zu reflektieren.

Im Mittelpunkt stand ein professionell begleitetes Filmprojekt, in dem die Jugendlichen Interviews führten und offen über ihre persönlichen Erfahrungen mit Smartphones, Social Media und digitalen Medien berichteten. Dabei setzten sie sich mit Fragen auseinander wie: Wie viel Zeit verbringe ich täglich am Handy? Welche Apps empfinde ich als unterstützend, welche eher als belastend? Und wie beeinflusst mein Medienkonsum mein Wohlbefinden und meine mentale Gesundheit?

Die Schüler*innen standen nicht nur vor der Kamera. Sie waren auch aktiv in die gesamte Erstellung des Films eingebunden, hatten die Möglichkeit, dem Filmteam bei der Arbeit mit Kamera-, Licht- und Tontechnik über die Schulter zu schauen, die technischen Abläufe kennenzulernen und sogar eigene kreative Ideen in die Filmproduktion einzubringen. So wurde das Projekt nicht nur zu einer spannenden Reflexionsreise, sondern auch zu einem praktischen Medienworkshop mit echten Aha-Momenten. Besonders begeistert zeigten sich die Jugendlichen von den einzigartigen Einblicken in die professionelle Filmproduktion, eine Erfahrung, die für viele von ihnen völlig neu und äußerst spannend war.

Der Film feiert im September 2025 im Wuppertaler Rex-Kino Premiere. Dort übernehmen die beteiligten Jugendlichen einen aktiven Part, berichten über ihre Erfahrungen und stellen sich bei der anschließenden Diskussion den Fragen des Publikums. 

Der Projekttag vermittelte nicht nur wertvolle Denkanstöße zum Umgang mit Medien, sondern gab den Jugendlichen auch praktische Impulse, wie sie ihre Mediennutzung bewusster und gesünder gestalten können. Bewusste Handy-Pausen, analoge Aktivitäten und Gespräche mit Freund*innen und Familie sind dabei nur einige der Strategien, die im Projekt besprochen und erprobt wurden.

Ein Beitrag von:
Anna Rylko und Oksana Solop, Mental Health Coaches JMD Ennepe-Ruhr-Kreis/Servicebüro Jugendmigrationsdienste; Foto: Unsplash