In Zusammenarbeit von Mental Health Coachin Keshia Kierek vom Jugendmigrationsdienst (JMD) Kiel-Mettenhof, der Schuljugendsozialarbeiterin und der Schulpsychologin des RBZ Kiel fanden interaktive Workshops für insgesamt 14 Schulklassen statt. Begleitet wurde das Angebot von der Ausstellung „Wie geht’s?“ des Vereins Irrsinnig Menschlich e. V. Dadurch entstanden Räume, in denen junge Menschen ihre Gedanken und Gefühle teilen, Fragen stellen und wertvolle Impulse mitnehmen konnten. Ziel war es, psychische Gesundheit zu enttabuisieren – und Schüler*innen darin zu bestärken, sich selbst und andere besser zu verstehen.
In jeweils 90-minütigen Workshop-Einheiten wurde offen über Themen wie Depressionen, Angststörungen, Therapieangebote und den Umgang mit belastenden Gefühlen gesprochen – ohne Zeigefinger, dafür mit viel Empathie und Fachwissen. Ein zentrales Anliegen dabei: Schüler*innen dafür zu sensibilisieren, eigene emotionale Zustände besser einzuordnen, Warnsignale frühzeitig zu erkennen und mehr Sicherheit im Umgang mit psychischer Gesundheit – bei sich selbst und anderen – zu entwickeln. Gleichzeitig wurde vermittelt, dass Gefühle wie Traurigkeit, Antriebslosigkeit oder Angst zum Leben dazugehören. Bleiben solche Zustände jedoch über längere Zeit bestehen oder beeinträchtigen sie den Alltag spürbar, ist es wichtig und legitim, sich Unterstützung zu holen. Die Botschaft lautete: Psychische Gesundheit gehört zum Wohlbefinden, genauso wie körperliche.
Die begleitende Ausstellung „Wie geht‘s?“ thematisierte unter anderem Suizidgedanken, Depressionen, Angststörungen, Mobbing, Sucht, psychische Erkrankungen in der Familie oder den Umgang mit Krisen. Die Ausstellung wurde von vielen Klassen besucht – aber auch von Einzelpersonen, die sich in Ruhe informieren wollten. Sie leistete einen wertvollen Beitrag zur Aufklärung und Sensibilisierung.
Die Resonanz? Durchweg positiv. Viele Schüler*innen zeigten in den Gesprächen eine bemerkenswerte Offenheit und großes Interesse – ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr das Thema junge Menschen beschäftigt. Und wie wichtig es ist, Orte zu schaffen, an denen sie ohne Scham oder Angst sprechen können.
Fazit: Die Themenwochen haben nicht nur Wissen vermittelt und individuelle Ressourcen gestärkt, sondern auch ein achtsameres, respektvolleres Miteinander im Schulalltag gefördert. Ein starkes Zeichen dafür, dass mentale Gesundheit am RBZ Technik kein Tabuthema, sondern Teil eines ganzheitlichen Bildungsverständnisses ist.
Ein Beitrag von:
Keshia Kierek, Mental Health Coaches JMD Kiel-Mettenhof/ Servicebüro Jugendmigrationsdienste